Terroir

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Über den Gemischten Satz lassen sich sicherlich viele Worte machen, und einiges hatte ich ja bereits in der Ankündigung zu dieser Weinrallye-Etappe geschrieben. Kaum vorstellbar, dass diese traditionelle Anbaumethode wieder im großen Stile den Weinmarkt beherrschen wird, de facto ist auch im Haupt-Anbauland Österreich die gesamte Fläche, auf der GS noch oder wieder praktiziert wird seit Jahren rückläufig.

Dennoch: viele der Winzer, die in gemischten Satz anbauen, erzeugen bemerkenswert individuelle Weine, über die es einfach lohnt, zu schreiben und noch vielmehr – die spannende Eindrücke auf der Zunge und in der Nase versprechen.

GS einst und jetzt

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Winzer Gottfried Lamprecht vom Weingut Herrenhof Lamprecht in in der Süd-Oststeiermark in Österreich schreibt uns diesen Baccantus-Gastartikel, der thematisch nahtlos an die Diskussion rund um die neuen EU-Regeln zum Ökologischen Weinbau anknüpft.

Ich und Bio: Die biologische Produktion im Weinbau wird immer “moderner”, aber so 100%ig einverstanden bin ich damit nicht unbedingt. Gut funktionieren tut Bio in der Steiermark nur in sehr guten Lagen (wegen des Niederschlags). Ansonsten braucht man die Chemie, um Wein und Trauben dort anzubauen, wo sie eigentlich nicht hingehören.
Doch der Biostempel sagt im Prinzip nichts über die Qualität des Weines aus. Das ist das Problem: viele Weine nur durch ein Zertifikat verkauft werden.

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Fünf Männer und ein Auto

[GF] Nach dem Besuch der Millésime Bio besuchten wir fünf noch vier Weingüter an der südlichen Rhône. Pascal Chalon, ein kleiner Winzer in Tulette, war die erste Anlaufstation. Pascal macht zwei Weine, La Grand Ourse – einen Côtes du Rhône Villages aus dem Terroir Tulette – und La Petit Ourse – einen Côtes du Rhônes aus der Gemarkung Visan. Er arbeitet biodynamisch und ein Großteil seiner Ernte landet beim bekannten Château Beaucastel. Leider bekommen wir vom ihm nur jeweils rund 300 Flaschen pro Wein. Der 2009er La Petit Ourse ist schon fertig, ein kleines Monster mit schönsten Cassis-Brombeer und würzigen Noten, 15%Vol, die kaum am Gaumen zu merken sind. Tolle, weiche Tannine. Mit dem Cuvée des Grand Ourse 2009 Ist Pascal noch nicht zufrieden, daher bekamen wir nur eine Vorversion zu probieren. Ein spannender Wein.

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