Baccantus ist mal wieder bei der Weinrallye dabei. Weintrinken in der Öffentlichkeit ist zwar weit weniger häufig als Bierkonsum, aber mit entsprechender Ausstattung wie Kühlbox, anständigen Gläsern und natürlich gepflegtem Inhalt lässt es sich von der Nähe zum öffentlichen Ärgernis leicht abgrenzen und den ortsbedingten Genuss für die Augen mit einem organoleptischen verbinden, idealer Weise in sympathischer Begleitung.

Glücklicherweise ist es an den meisten öffentlichen Plätzen in Deutschland noch von der Allgemeinen Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) gedeckt, auch Wein in der Öffentlichkeit zu konsumieren, sofern dies nicht durch entsprechende (und oftmals fragliche) Verordnungen und Verbote zur Gefahrenabwehr abweichend geregelt ist. Bevor wieder jemand schreit – dies ist übrigens kein Deutsches Phänomen, sondern in den USA trotz Abschaffung der Prohibition sehr weit verbreitet, auch in Polen, Tschechien (Prager Altstadt!) und Amsterdam ist das Trinken in der Öffentlichkeit reglementiert bzw. verboten.

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Qualitätsschwankungen sind in Bordeaux eher die Regel als die Ausnahme, was nicht nur an den Unbilden von Wetter und Atlantikklima liegt.
Auch bei den Großen Crus kommt es im Laufe der Jahre und Jahrzehnte oft zu erheblichen Ausschlägen, was sich insbesondere nach Besitzerwechseln oder neuem Personal in Keller und Weinbergen zeigt.

Einer der Überflieger der letzten Jahre kann davon ein Lied singen: Das Cinquième Grand Cru Classé-Gut Château Pontet-Canet aus der Appellation Pauillac im Médoc befindet sich gerade obenauf, während es vor einigen Jahrzehnten eher bescheidenere Weine auf die Flasche füllte, zumindest wenn man den Klassenvergleich der Cinquièmes zurate zieht.

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Eben kommt eine Pressemeldung von Felix Eschenauer vom Buero Medienagenten in Bad Dürkheim rein, die sicher ein nicht unerhebliches Echo erzeugen wird:

Das Weingut Koehler-Ruprecht verlässt den Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V./ VDP. Die Prädikatsweingüter Pfalz e.V.

Die Qualität der Weine von Koehler-Ruprecht wird sicher nicht durch die Mitgliedschaft im Kreise der VDP-Winzer bestimmt, doch immerhin verlässt mit dem Gut ein bekannter Traditionsbetrieb den Verband – man wird sehen, welche Auswirkungen das auf den VDP an sich hat. Wahrscheinlich dürfte es den Großteil der Kunden wenig interessieren, sind doch bekanntermaßen auch Betriebe seit Jahren Mitglied, deren Niveau längst nicht mehr auf Verbandsniveau ist oder neu hinzugekommene, bei denen sich manche fragen, warum… schon die jetzige Diskussion im Web bei Facebook zeigt, wie kontrovers sich mal wieder die Crux mit den Bezeichnungen auf den deutschen Weinetiketten darstellt, welche bei den VDP-Gütern ja nochmals mit Besonderheiten versehen ist.

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