Schweiz

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Wenn ich von meinem Balkon schaue, kann ich über den Rhein nicht nur in den Thurgau blicken, sondern sehe auch nach Tägerwilen rüber, das Städtchen , in dem 1850 Hermann Müller geboren wurde, der höchstwahrscheinlich berühmteste Müller‘sche Namensträger und  -Geber für eine Rebsortenzüchtung…

Viel gescholten wurde der ach so banale wie beliebte Müller-Thurgau in den letzten Jahren, dessen Weine das diesmalige Thema zur endlich wiederbelebten Weinrallye vorgegeben. Was die Weinrallye ist, hat ihr Erfinder Thomas Lippert hier in seinem “Winzerblog” hinreichend beschrieben. Das Thema wurde vom diesmaligen Rallye-Host Cucina Casalinga vorgegeben. Baccantus war schon viele Male bei der Rallye am Start und umso mehr freut es uns, dass sie nunmehr wieder ins Rollen gerät!

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Alemannische Wii

Eine Weinrallye mit dialektlogischem Hintergrund? Ein Lieblingsthema, ein spannendes Thema, aber auch ein sehr weit gefasstes. In Konstanz (alemannisch „Konschdanz“) sitzt der Verfasser dieser Zeilen doch diesmal mitten drin im Alemannischen Sproochruum. Die 47. Weinrallye vom Erfinder Thomas Lippert  befasst sich also mit Weinen aus Alemannia – im weiteren oder engeren Sinne.

Für ungeübte, meist norddeutsche Ohren hört sich ohnehin ausnahmslos alles, was Ch-lastig daherkommt wie Schwyzerdütsch an, auch wenn es dabei natürlich mannigfaltige Unterschiede gibt: Elsässisch, Markgräflerisch und auch die Kaiserstühler Mundartvariante gehören bspw. zum Westalemannischen bzw. Niederalemannischen, während im Großteil der Deutschschweiz wie etwa das Züritüütsch ein Hochalemannische Variante verwendet wird, im Wallis aber Höchstalemannisch, was mitunter auch für manche Schweizer nicht einfach zu verstehen ist.

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Zum schönen Thema reifer Wein zu dieser #45. Weinrallye-Etappe bei Drunkenmonday zunächst ein paar Takte zu alten und gereiften Weinen an sich.

Jungwein-Wahn hin oder her, Fakt ist, dass viele Weine, egal ob rot oder weiß, heute so produziert werden, dass sie schon recht schnell trinkbar sind. Fakt ist auch, dass viele Kunden (und auch manche Verkäufer…) kein gesteigertes Interesse daran haben, sich den (dafür meist auch nicht wirklich geeigneten und meist viel zu trockenen) Keller mit Flaschen vollzupacken, die sie erst in 5-15 Jahren trinken werden können. Noch ein Fakt: Viele Weine sind nach dieser Zeit nicht nur verstaubt, sondern nahezu untrinkbar geworden, was nicht nur ausschließlich für die günstigsten Exemplare gilt. Im übrigen ist auch nicht alles, was alt ist gut – ein einfacher Trinkwein wird auch nicht dadurch zum Cru, dass man ihn 20 Jahre in Omas Keller verschimmeln lässt, auch wenn solche Weine mitunter noch trinkbar sein können. Manchmal. Ganz manchmal…

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