Carignan

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In der jüngsten Zeit wurde naheliegender Weise viel von Weinen aus Südafrika geschrieben, auch Weine aus Ost- und Südeuropa lagen eher im Fokus als der so sonnig wie windige Süden unseres großen westlichen Nachbars. Frankreich-bashing gab es nicht nur bei der WM (teilweise zu Recht) – auch beim Captain Cork (teilweise zu Recht) war von „wertlosen Winzern“, Stagnation und allgemeiner Weinbaukrise zu lesen.

Da die alle Rekorde brechenden Subskriptionspreise für Bordeaux 2009 täglich für Schlagzeilen sorgen, wollen wir hier in nächster Zeit einige Weine und Regionen vorstellen, die nicht permanent im Rampenlicht stehen und „bebloggt“ werden, insbesondere aus dem Languedoc-Roussillon.

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CHÂTEAU MILLEGRAND Rouge, 2007 AOC MINERVOIS

30% Syrah, 30% Grenache,
30% Carignan, 10% Mourvèdre

11800 Trèbes
[8 km östlich von Carcassonne, Canal du Midi]
Aude  Languedoc-Roussillon, France
Tél :  +33(0)4 68 78 80 90

Auszeichnungen: Médaille d’Or 2009 http://www.oenologuesdefrance.fr
‘Concours des grands vins du Languedoc-Roussillon’

Kräftige dunkelrote Farbe. In der Nase Brombeeren, ein Hauch von Zimt. Angenehm würzig am Gaumen mit spürbar vorhandenen, runden Tanninen, etwas Vanille, angenehm weich und abgerundet. Vielleicht etwas zu rund? Ein wenig Garigue-Gewürznoten, reife Beeren im Abgang.
Erstaunlicher Tropfen für einen erstaunlichen Preis (ich muss noch mal nachschauen, ob das stimmt… Tatsache: keine fünf Euro!)

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Aus gegebenem Anlass berichten wir hier von einem Anschlag auf Château Pech Redon/ La Clape, einem meiner Lieblingsweingüter im Languedoc.

Es ist erschütternd und macht einen sehr wütend zu sehen, wie sich ein sympatischer Winzer jahrelang abrackert, um dann von der Habgier und dem Neid Dritter um die Früchte seiner Arbeit gebracht zu werden. Wir hatten Christophe Bousquet zuletzt im Mai 2009 in La Clape besucht und ein paar herrliche Tage auf dem Château verbracht und natürlich auch seine wunderbar kräuterigen Bioweine verkostet.
Einem Winzer die Tanks und seine Fässer abzulassen um ihn vorsätzlich finanziell zu ruinieren ist nicht nur eine kriminelle Handlung, sondern eine ziemlich niederträchtige obendrein. Wir fragen uns gerade, wie er das ökonomisch überleben kann… 500-600 hl – ein ganzer Jahresverkauf ergoss sich unwiederbringlich auf den Kellerboden. Es tut uns unendlich Leid für Christophe, es gibt wenig schlimmeres, was man einem Winzer antun kann. Ganz abgesehen davon – hier wurden wirklich ein paar bemerkenswerte Weine verschüttet!
Unser Freund Gernot hat genauere Informationen aus erster Hand:

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