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Blood into Wine into Rock

Wein rockt!

Das wussten wir schon längst. Ein kleiner Nachtrag zur Weinrallye #36 Musik und Wein, vielleicht besser unter dem Subtopic Musiker und Wein.

Schon im Dezember 2009 berichteten wir hier unter anderem über Maynard James Keenan und Eric Glomski, die in Verde Valley/ Arizona Wein anbauen. Maynard James Keenan ist bekannt als Frontmann der Prog-Metal-Legende Tool, Puscifer und von A Perfect Circle und macht nebenbei Wein in den Caduceus Cellars. (Wer es im Weinweb bisher noch nicht bemerkt hat, @DennyRamone aka the Producer ist übrigens ein Riesenfan! 😉
Die Dokumentation Blood into Wine wird es nun endlich auch auf DVD geben, Erscheinungsdatum ist der 07. September. Wann und ob sie in Deutschland direkt erhältlich ist wird man noch sehen, bei Amazon.de ist derzeit nur Sound Into Blood Into Wine, also der MP3-Download von Puscifer zum Film angekündigt.

Hier gibt’s schon mal den neuen Teaser bei Youtube – wenigstens den kann man noch zeigen (… ist ja auch Werbung), das eigene Video zT. Musik & Wein leider nicht mehr :-/

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[EDIT]

Hier noch ein kleiner Nachtrag – ist auch schon älter – aber Winetasting mit Maynard James Keenan und Gary Vaynerchuk wollte ich Euch nicht vorenthalten:

(Episode 1)
(Episode 2)
(Externe Inhalte)

 

Rockin‘ Winelabels

Auch andere Bands scheinen ja eine gewisse Affinität zum Thema Wein zu haben, wenn auch nicht alle gleich Produzenten wie Keenan werden, so finden sich doch in einigen Merchandising-Shops gewisse Hinweise darauf, dass Rockmusik nicht nur aus Liebe zu Bier, Bratwürsten und Kokain besteht…

IAMX – Wine

Chris Corner, früher bekannt als Mastermind der britischen Band Sneaker Pimps, ist nun schon seit Jahren erfolgreich auf Solopfaden unter dem Pseudonym IAMX unterwegs.
Er scheint auf deutschen Wein zu stehen, denn hinter der „Edition IAMX“ 2007 verbirgt sich ein waschechter Württemberger Sankt Laurent vom VDP-Weingut Graf Bentzel-Sturmfeder aus Schozach im Süden von Heilbronn.
Nach Aussage des Managers von IAMX sind auf Tournee nicht immer die anständigsten Weine für das Catering der Musiker durch den Veranstalter erhältlich, und da Chris Corner gerne mal ein Gläschen trinkt, nahm das Management kurzerhand seinen eigenen Wein erst mit ins Gepäck, dann auch als Special Edition ins Programm des Shops, der „Boutique IAMX“. Eigener Wein ist dabei fast wörtlich zu nehmen: Der Manager von IAMX-Industries, Graf Johannes von Bentzel-Sturmfeder-Horneck, ist der Bruder des Verantwortlichen auf dem Familienweingut, Kilian Graf von Bentzel-Sturmfeder.

Eine durchaus gelungene Marketingidee, wie ich finde – sind doch Spezialeditionen und Sonderabfüllungen nicht nur für Weinsammler etwas Besonderes, sondern eben auch für Fans ein Goodie jenseits der immergleichen schwarzen Bandshirts. Und wenn die Weinauswahl auch noch persönlichen Vorlieben und Beziehungen entspringt und nicht der blosen Frage der bestmöglichen Verkaufbarkeit – umso besser. Aus Sicht eines Weingutes sind diese Spezialabfüllungen sicherlich auch ein geeignetes Mittel, um sich neue potentielle Käuferschichten zu erschließen, die von alleine nicht so leicht den Weg zum Winzer finden würden.
Die Weine des Weinguts Graf von Bentzel Sturmfeder haben wir bisher leider noch nicht verkosten können, aber das kommt sicherlich noch…

Iron Wine oder Evil Brew?

Auch der britische Schwermetall-Traditionsbetrieb Iron Maiden hat bzw. hatte einen „Maiden labeled Wine“ im Portfolio des offiziellen Shops. Hinter „Iron Maiden Eddie’s Evil Brew“ verbarg sich der ehemaligen Produktbeschreibung nach wohl ein Chilenischer Merlot,  der in einer speziell gebrandeten Holzdekobox ausgeliefert wurde. Eigentlich eine schöne Idee, leider war (noch) nicht zu erfahren, warum dieses „Piece of Mind“ nicht mehr lieferbar ist. Trinken Maidenheads zu weinig Wein? Exklusivität und daher Limited Edition? Vielleicht erhalten wir ja noch eine Antwort auf die Email-Anfrage beim Shop.
Weder der Original Eddie-Korkenstopfen, der Weinflaschenständer noch der „Sphinx Wine Goblet“, ein Metall-(ist ja klar, oder?)Weinbecher mit entsprechender Verzierung scheinen derzeit lieferbar zu sein…

Weinmarketing gerockt?

Weinmarketing darf meines Erachtens nach durchaus auch mal andere Wege gehen, als die allseits Bekannten und Üblichen. Auch wenn mache Winzer die Nase rümpfen mögen über das Labeling unter bekannten Bandnamen – wenn es die Fans freut, dem Shop einen Mehrwert und dem Winzer zu neuen Absatzmöglichkeiten verhilft – was spricht dagegen?
Ob ein Winzer allerdings eine „Lena-Edition“ seines besten Pinot Noirs herausbringen sollte… aber lassen wir das.

Nachtrag

[EDIT] Ein weiterer lesenswerter Artikel zum Thema ‚Blood into Wine‘ hat nunmehr der Direttore der Gazzetta del Vino als DVD-Besprechung in seinem Blog veröffentlicht, gleich nachdem sie am 07.09.2010 erschienen war: 

Blood Into Wine „…a rock`n roll version of Sideways“ .

6 Comments

  1. Danke Dennis! Fehlt dann ja nur noch der Wein von Caduceus Cellars zum gelungenen DVD-Abend 😉

  2. Hallo!

    Danke fuer die tollen infos, werde ich mir gleich vormerken!

  3. Sandron Sandron

    Gibt es eine Möglichkeit den Wein aus dem Internet zu bestellen und nach Deutschland zu liefern? Wenn ja, wo?
    Möcht ich echt gern probieren.

  4. @Sandron – nehme an, du meinst den Caduceus. Sobald ich es weiss, werde ich es hier posten, scheint aber nicht so einfach zu sein…
    in (manchen) US-Staaten hier:
    https://vino.caduceus.org/store_locator.php
    In Europa bisher wohl nur als Grauimport, soviel mir bekannt ist

  5. Wein aus Arizona: Blood into Wine…

    Die Geschichte von „Blood into Wine“ ist eigentlich schnell umrissen. Der Film erzählt mit einigem Mut zur Selbstironie davon, wie Maynard James Keenan zusammen mit dem Önologen Eric Glomski in Arizona ein Weingut betreiben. Maynard Keenan hat sich als…

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