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Von der Schönheit des Alters

Hattenheim Nussbrunnen , Rheingau VdP

Rückblick: Der beim Blogggwart Dirk Würtz live im Rahmen der Sendung 100 Grad Oechsle verkostete Hattenheimer Nussbrunnen steht nun seit drei Tagen kühl, mal sehen, wie er sich entwickelt hat – Auch sogenannte Altweine (ab wann ist ein Wein eigentlich alt?) verändern sich natürlich noch, nicht nur, dass sie immer weniger werden;-)

Intensiv in der Nase auch nach 72 Stunden, vielleicht sogar noch etwas kräftiger? Ölige Petrolnoten, Akazienhonig und gelbe Rosen, überreife Aprikosen. Erstaunlich dicht auch für 11,5%. Anständiges Häuflein Weinstein in Glas und Flasche, merkliches, aber nicht übertriebenes Säurespiel, Abgang weniger auffällig als am ersten Abend.

Hattenheim Nussbrunnen 2001 Prädikatswein Spätlese trocken/ Balthasar Ress / 11,5 % Vol. Preis 14,90 € /0,75l

Im Vergleich zum Vorgänger nun noch ein mittelalter Riesling –

Die Terrassen 2006, Pfalz, trocken Weingut Sankt Annagut

Etwas zu kühl noch beim ersten Schluck, äußerst dezent in der Nase, mal sehen, vielleicht kommt da noch was? Die Harmonik ist zwar recht ausgewogen, allerdings – und man muss ja auch mal ein wenig Kritik äußern dürfen – erscheint es aus der Perspektive des geneigten Konsumenten nicht allzu schwer zu sein, bei diesem Geschöpf die Säure mit den nur mit der Zungenlupe wahrnehmbaren Fruchtaromen in Einklang zu bringen. Ein angenehmer, aber ziemlich unauffälliger Riesling, von dem man bei dieser Preislage durchaus mehr hätte erwarten dürfen.

Im  Vergleich dazu konnte schon der frisch gefüllte 2009er Basisriesling Bodenschatz vom Weingut St. Antony im Gesamteindruck als auch preislich deutlich mehr überzeugen… Alter an sich ist noch keine Tugend.

Weingut Sankt Annagut Lergenmüller, Burrweiler 12 % Vol. RZ: 3.30 g/l S: 6.10 g/l Preis 9,50 € /0,75l

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